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Kurkuma (Turmeric) in Ayurveda

Kurkuma, auch Haldi oder Gelbwurz genannt, bringt den Stoffwechsel durch seine bitteren und zusammenziehenden Eigenschaften ins Gleichgewicht. Er ist sehr blutreinigend, hilft bei Allergien, allergischem Asthma, Heuschnupfen, Hautproblemen, Hämorrhoiden und Brustschmerzen. Seine Inhaltsstoffe regen den Gallenfluss an, fördern die Leberfunktionen, wirken entzündungshemmend und stoffwechselanregend. In warmem Wasser aufgelöst und schluckweise getrunken wirkt er auch gegen Darmpilze.

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Sein Geschmack ist bitter und scharf und wirkt Vata erhöhend, außer er wird zusammen mit Öl oder Milch eingenommen. Besonders gut passt Kurkuma zu Weißkohl, Blumenkohl, Reisgerichten und als ausgefallene Variante zu Rotkraut.

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Eine warme Milch mit einer Messerspitze Kurkuma lindert anhaltende Müdigkeit und aktiviert die Körperkräfte. Kurkuma hat heiße und trockene Eigenschaften, einen bitteren und zusammenziehenden Geschmack und beruhigt alle drei Doshas.

Quelle: http://www.ayurveda-journal.de

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Ingwer im Ayurveda

Ingwer wird im Ayurveda als scharf und süß beschrieben, seine Energie ist erhitzend, wobei frischer Ingwer seinen Geschmack je nach Zubereitungsart verändert. Gerieben und gepresst (auf diese Weise kann man sich auch sein Ginger Ale selbst herstellen) überwiegt die Schärfe, verbunden mit einem erfrischenden Aroma. Wird der Ingwer (etwa für Tee) aufgekocht oder lässt man ihn lange in heissem Wasser ziehen, so verstärkt sich die Schärfe, die Frische tritt aber in den Hintergrund.

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Wird Ingwer gehackt oder geschnitten in Öl oder Ghee (Butterreinfett) gebraten, so verliert er zwar an Schärfe, dafür tritt die aromatische Süße in den Vordergrund. Je nach Wunsch können für ein Gericht auch unterschiedliche Zubereitungsarten verwendet werden. Dadurch kann er auch von Menschen, die scharfe Speisen sonst meiden sollten, eingenommen werden. Getrockneter Ingwer dagegen bleibt scharf. In Indien wird er hauptsächlich für medizinische Zwecke eingesetzt. Vor allem Menschen, die mit Verdauungsproblemen, schwacher Peristaltik, Aufstoßen und Übelkeit zu kämpfen haben, sollten Ingwer auf ihren Speiseplan setzen. Zu gleichen Teilen mit , eine stark hitzeerzeugende und medizinisch hochwirksame Mischung. Überhaupt wird getrockneter Ingwer in Indien vor allem zu medizinischen Zwecken eingesetzt.

-und als Medizin

Viele schwören darauf: dem Kauen von frischem Ingwer wird eine Wirksamkeit gegen Seekrankheit nachgesagt, was mittlerweile in Studien belegt werden konnte¹ und sich mit ayurvedischen Angaben deckt. Neben der Antiemetischen Wirkung regt Ingwer auch die Magensaftsekretion an und wirkt diaphoretisch. Durch seine auswurffördernde Wirkung ist er auch bei Husten, Erkältungen und Grippe das Mittel der Wahl. Wird getrockneter Ingwer zu gleichen Teilen mit Pfeffer und Langpfeffer (Pippali oder Piper Longum) vermischt, so erhält man Trikatu, ein stark hitzeerzeugendes Mittel, das wesentlich wirksamer ist, als die einzelnen Bestandteile.

Die Schärfe unterscheidet sich wesentlich von der des Chili, ist nicht so stechend und wirkt zwar austrocknend, aber nicht übermäßig. Gemieden werden sollte diese Mischung von Personen, die ohnehin über ein starkes Verdauungsfeuer verfügen. Sofern diese ein schleimlösendes Mittel brauchen, sollten sie auf ein weniger stark erhitzendes zurückgreifen. Durch seine Wirkung auf die Atemwege wird Ingwer auch bei Laryngitis eingesetzt.

Weiters ist er auch ein Stimulans und Stärkungsmittel bei Herzerkrankungen. Obwohl in der westlichen Medizin auch eine fiebersenkende Wirkung beobachted wurde, stellt der Ayurveda fest, dass diese nur kurzfristig ist, weshalb er hier in der Regel nicht indiziert ist. Auch wird vor der Anwendung bei Geschwüren gewarnt, obwohl auch hier die westliche Medizin eine positive Wirkung bei Magengeschwüren festgestellt hat. Schließlich ist Ingwer auch gegen Kopfschmerzen wirksam und enthält Wirkstoffe, die antirheumatisch und antiarthritisch sind.

Auch äußerlich kann Ingwer eingesetzt werden, vor allem zur Erwärmung, wobei er nicht auf offene Wunden aufgebracht werden darf. Zur Herstellung einer Kompresse wird eine Abkochung aus frisch geriebenem Ingwer hergestellt, ein Handtuch darin getränkt und heiss auf die betreffende Körperpartie aufgebracht.

Quellen:

– Vasant Lad, David Frawley; Die Ayurveda Pflanzen-Heilkunde
– Chandrashekhar G. Thakkur; Ayurveda – die indische Heil- und Lebenskunst
– Maya Tiwari; Das große Ayurveda Handbuch
– Maya Tiwari; A Life of Balance

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Indisches Basilikum – Das heilende Königskraut

Indisches Basilikum galt einst als “Königskraut” und ist seit dem Altertum in Asien und Europa zu Recht als Heilmittel bekannt. Die heilenden Eigenschaften des Basilikums – besonders des Indischen Basilikums (Tulsi) – sind längst in Studien bestätigt worden. Sogar Brustkrebs soll diese Basilikumsorte bekämpfen helfen. Doch enthält das Basilikum auch einen Stoff, vor dem gewarnt wird. Ist Basilikum nun gesund oder gefährlich? Das erfahren Sie gleich – genauso wie alles Wissenswerte rund um Basilikum, seinen Einsatz in der Küche und seine Anwendungsmöglichkeiten als Heilkraut für Ihre Gesundheit.

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Basilikum schützt die Augen

Der hohe Gehalt an Carotinoiden hat eine positive Wirkung auf die Augen und die Sehfähigkeit. So hat sich beispielsweise in einer Studie aus dem Jahr 2009 gezeigt, dass Diabetiker mit niedrigem Carotinoidspiegel (Lutein, Zeaxanthin und Lycopin) mit einem höheren Risiko, an diabetischer Retinopathie zu erkranken, rechnen mussten als Diabetiker mit hohem Carotinoidspiegel. Die Forscher schlossen daraus, dass die Gefahr dieser Augenkrankheit mit einer carotinoidreichen Ernährung äusserst positiv beeinflusst werden könnte.

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Basilikum bewahrt vor Stress

Neben den Carotinoiden finden sich im Basilikum reichlich weitere stark wirksame Inhaltsstoffe, wie Polyphenole und Flavonoide, die für die antioxidativen und adaptogenen Eigenschaften des Basilikums mitverantwortlich sind. Adaptogen bedeutet, dass diese Substanzen dem Organismus helfen, besser mit Stress umzugehen. Schon allein die bis hier genannten Basilikum-Eigenschaften bestätigen seinen – zumindest im Ayurveda geläufigen – Ruf als Verjüngungsmittel (auch Rasayana genannt).
Das Indische Tulsi Basilikum – ein ayurvedisches Heilkraut

Das Indische Basilikum (Ocimum sanctum oder Ocimum tenuiflorum) spielt seit Jahrtausenden in der ayurvedischen Heilkunst eine wichtige Rolle. Es gilt als Heilpflanze, welche die drei Doshas ausgleicht und als Lebenselixier für ein langes und gesundes Leben sorgen soll.

Es wird bei allen entzündlichen akuten Erkrankungen, wie Erkältungen, Husten, Fieber (auch Malaria), Halsschmerzen, Bronchitis aber auch bei Nierensteinen, Herzproblemen, Durchfall, Magenschmerzen, Magengeschwüren angewendet. Infektionen im Mundraum, Insektenstiche und schlecht heilende Wunden gehören ebenso zu seinem Behandlungsspektrum wie Probleme mit den Zähnen oder dem Zahnfleisch. Bei Kopfschmerzen kann es lindernd wirken, und es scheint eine deutliche Wirkung bei Nacht-Blindheit zu haben.

Auf das Nervensystem und die Psyche wirkt es beruhigend, stärkend und klärend. Es kann bei Depressionen und Ängsten oder Panikattacken unterstützend wirken. Vor allem bei viel Stress wirkt das Indische Basilikum beruhigend. Es schützt und erhält die Leistungsfähigkeit des Gehirns und spielt somit eine Rolle bei Altersdemenz.

Das Indische Basilikum wird im Rahmen einer fundierten ayurvedischen Therapie angewandt, kann aber – wie die Forschung zeigt – vor allem auch als vorbeugende Massnahme gegen Alterserscheinungen und Krebs verwendet werden.

Vegane Erdbeercreme mit süssem Basilikum-Pesto

Zutaten (für 4 Portionen)

Für die Creme:

150 g Tofu
300 g Erdbeeren
3 EL Sojasahne
1 ½ EL Zitronensaft
2 Msp. Vanille oder 2 EL echter Vanillezucker
Süssungsmittel nach Wunsch (Reissirup, Kokosblütenzucker oder Xylit)

Für das süsse Pesto:

abgezupfte Basilikumblätter von 2 Bund
40 g Mandeln (über Nacht in Wasser einweichen, dann die braune Haut entfernen, die sich jetzt sehr leicht lösen lässt)
2 EL Zitronensaft
3 EL Öl (möglichst geschmacksneutrales Pflanzenöl, z. B. Mandelöl)
3 EL Süssungsmittel nach Wunsch (Reissirup, Kokosblütenzucker oder Xylit)
1 Msp. Vanille

Zubereitung:

Einige Erdbeeren für die Deko zur Seite legen. Die übrigen Erdbeeren waschen, abtropfen, das Grün abzupfen und mit dem Zitronensaft pürieren. Den gewürfelten Tofu dazu geben und mit allen Zutaten zu einer Creme pürieren. Nach Bedarf süssen. Für das süsse Pesto die abgezupften Blätter waschen und abtrocknen. Die geschälten Mandeln in den Mixer geben und fein mahlen. Die Basilikumblätter hacken und mit den restlichen Zutaten ebenfalls in den Mixer geben. Alles zu einem cremigen Pesto pürieren. Die Creme auf Dessertgläser verteilen, mit Pesto überziehen und mit Erdbeeren und Basilikum-Blättchen verzieren.

Tipp: Hier kann man auch sehr gut das Indische oder ein thailändisches Basilikum (Tulsi) verwenden. An Stelle der Mandeln eignen sich auch Pinienkerne, Cashewkerne oder Macadamia-Nüsse.

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Grundwissen Ayurveda

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Ayurveda selbst ist eine indische Lehre, welche früher als alternative Medizin galt. Auch heute noch gibt es weltweit Ärzte, welche nach dem ayurvedischem Prinzip praktizieren. Das Wissen über die indische Lehre des Lebens (Ayurveda) ist so umfangreich, dass man all dies nicht in einem einfachen Lehrgang erlernen kann.

Grundwissen Ayurveda

Ayurveda ist also im Grunde keine Masssage – sondern eine Wissenschaft. Eine Ayurveda-Massage wird mit Grundlage des Wissens bzw. der Lehre durchgeführt. Ayurveda als Solches ist eine Krankheitslehre, die Ihre Prinzipien (Dosha) hat. Die Prinzipien bzw. Lebensenergien werden auch Vata, Pitta und Kapha genannt. Alle 3 Lebensenergien sind im Körper vorhanden, stehen aber im unterschiedlichen Maße bzw. Gleichgewicht zueinander. Die Prinzipien (unser Dosha), haben zumeist immer kleine Unregelmäßigkeiten bzw. Fehler im Organismus. Alle drei Energien müssen nun wieder in Einklang gebracht werden. Die Harmonie der Lebensenergien nach Ayurveda bekommen wir in der Lehre durch bestimmte elementare Praktiken wieder hergestellt:

1. Ernährung
2. Blickdiagnose
3. Ordnungstherapie – bestimmte Reinigungsverfahren (Einläufe, Fasten, Bäder, Musiktherapie, ayurvedische Medikamente, therapeutisches Erbrechen)
4. MASSAGEN
5. Yogaübungen
6. Atemübungen

Tatsächlich bekommt der Kunde in westlichen Wellnessbehandlungen eine Ayurveda-Behandlung bei der nur ein Teil der Therapie stattfindet – die Ayurveda-Massage selbst.

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Wie wir ja bereits wissen ist unser Dosha in 3 Lebensenergien eingeteilt. Nicht jede Energie steht im gleichen Verhältnis zueinander, sodass jeder Patient bzw. Kunde die Ayurveda-Massage anders wahrnimmt. Für den Einen ist die Massage beruhigend, für den Anderen kann die Massage sehr belebend sein. Wichtig ist, dass die 3 Lebensenergien Vata, Pitta und Kapha wieder in Einklang gebracht werden.

Eine Ayurveda Massage ist nicht immer eine Ganzkörpermassage und wird in verschiedenen Varianten ausgeführt.
Die Ausübungsformen und Anwendungsgebiete der Massage nach Ayurveda

Ob trockene Ausführung oder mit Ayurveda-Öl – Zunächst muss geklärt werden, welche Beschwerden der Patient hat. Der ausgebildete Therapeut muss nun einen sogenannten Dosha-Test durchführen. Der Doshatest wird in Form von Blickdiagnose, Pulsmessung, Befragung und bei Bedarf auch noch mit Hilfe des Horoskopes des Kunden durchgeführt. Die Prakriti-Analyse (Horoskop), findet aber meist nur in Indien selbst statt.

Nun hat das Therapeut ein entsprechendes Bild der zueinander stehenden Energien nach Ayurveda für seine Massage. Es wird ein auf den Patienten abgestimmtes Öl ausgesucht. Bei der Massage ist es manchmal nicht nötig alle Bereiche, sondern lediglich Teilbereiche des Körpers bei spezifischen Beschwerden zu massieren. Grundsätzlich gibt es eine große Auswahl an Massagen in Ayurvedapraxen.

Die Art und Umfang der Massage sollte der Therapeut wählen.