Indisches Basilikum – Das heilende Königskraut

Indisches Basilikum galt einst als “Königskraut” und ist seit dem Altertum in Asien und Europa zu Recht als Heilmittel bekannt. Die heilenden Eigenschaften des Basilikums – besonders des Indischen Basilikums (Tulsi) – sind längst in Studien bestätigt worden. Sogar Brustkrebs soll diese Basilikumsorte bekämpfen helfen. Doch enthält das Basilikum auch einen Stoff, vor dem gewarnt wird. Ist Basilikum nun gesund oder gefährlich? Das erfahren Sie gleich – genauso wie alles Wissenswerte rund um Basilikum, seinen Einsatz in der Küche und seine Anwendungsmöglichkeiten als Heilkraut für Ihre Gesundheit.

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Basilikum schützt die Augen

Der hohe Gehalt an Carotinoiden hat eine positive Wirkung auf die Augen und die Sehfähigkeit. So hat sich beispielsweise in einer Studie aus dem Jahr 2009 gezeigt, dass Diabetiker mit niedrigem Carotinoidspiegel (Lutein, Zeaxanthin und Lycopin) mit einem höheren Risiko, an diabetischer Retinopathie zu erkranken, rechnen mussten als Diabetiker mit hohem Carotinoidspiegel. Die Forscher schlossen daraus, dass die Gefahr dieser Augenkrankheit mit einer carotinoidreichen Ernährung äusserst positiv beeinflusst werden könnte.

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Basilikum bewahrt vor Stress

Neben den Carotinoiden finden sich im Basilikum reichlich weitere stark wirksame Inhaltsstoffe, wie Polyphenole und Flavonoide, die für die antioxidativen und adaptogenen Eigenschaften des Basilikums mitverantwortlich sind. Adaptogen bedeutet, dass diese Substanzen dem Organismus helfen, besser mit Stress umzugehen. Schon allein die bis hier genannten Basilikum-Eigenschaften bestätigen seinen – zumindest im Ayurveda geläufigen – Ruf als Verjüngungsmittel (auch Rasayana genannt).
Das Indische Tulsi Basilikum – ein ayurvedisches Heilkraut

Das Indische Basilikum (Ocimum sanctum oder Ocimum tenuiflorum) spielt seit Jahrtausenden in der ayurvedischen Heilkunst eine wichtige Rolle. Es gilt als Heilpflanze, welche die drei Doshas ausgleicht und als Lebenselixier für ein langes und gesundes Leben sorgen soll.

Es wird bei allen entzündlichen akuten Erkrankungen, wie Erkältungen, Husten, Fieber (auch Malaria), Halsschmerzen, Bronchitis aber auch bei Nierensteinen, Herzproblemen, Durchfall, Magenschmerzen, Magengeschwüren angewendet. Infektionen im Mundraum, Insektenstiche und schlecht heilende Wunden gehören ebenso zu seinem Behandlungsspektrum wie Probleme mit den Zähnen oder dem Zahnfleisch. Bei Kopfschmerzen kann es lindernd wirken, und es scheint eine deutliche Wirkung bei Nacht-Blindheit zu haben.

Auf das Nervensystem und die Psyche wirkt es beruhigend, stärkend und klärend. Es kann bei Depressionen und Ängsten oder Panikattacken unterstützend wirken. Vor allem bei viel Stress wirkt das Indische Basilikum beruhigend. Es schützt und erhält die Leistungsfähigkeit des Gehirns und spielt somit eine Rolle bei Altersdemenz.

Das Indische Basilikum wird im Rahmen einer fundierten ayurvedischen Therapie angewandt, kann aber – wie die Forschung zeigt – vor allem auch als vorbeugende Massnahme gegen Alterserscheinungen und Krebs verwendet werden.

Vegane Erdbeercreme mit süssem Basilikum-Pesto

Zutaten (für 4 Portionen)

Für die Creme:

150 g Tofu
300 g Erdbeeren
3 EL Sojasahne
1 ½ EL Zitronensaft
2 Msp. Vanille oder 2 EL echter Vanillezucker
Süssungsmittel nach Wunsch (Reissirup, Kokosblütenzucker oder Xylit)

Für das süsse Pesto:

abgezupfte Basilikumblätter von 2 Bund
40 g Mandeln (über Nacht in Wasser einweichen, dann die braune Haut entfernen, die sich jetzt sehr leicht lösen lässt)
2 EL Zitronensaft
3 EL Öl (möglichst geschmacksneutrales Pflanzenöl, z. B. Mandelöl)
3 EL Süssungsmittel nach Wunsch (Reissirup, Kokosblütenzucker oder Xylit)
1 Msp. Vanille

Zubereitung:

Einige Erdbeeren für die Deko zur Seite legen. Die übrigen Erdbeeren waschen, abtropfen, das Grün abzupfen und mit dem Zitronensaft pürieren. Den gewürfelten Tofu dazu geben und mit allen Zutaten zu einer Creme pürieren. Nach Bedarf süssen. Für das süsse Pesto die abgezupften Blätter waschen und abtrocknen. Die geschälten Mandeln in den Mixer geben und fein mahlen. Die Basilikumblätter hacken und mit den restlichen Zutaten ebenfalls in den Mixer geben. Alles zu einem cremigen Pesto pürieren. Die Creme auf Dessertgläser verteilen, mit Pesto überziehen und mit Erdbeeren und Basilikum-Blättchen verzieren.

Tipp: Hier kann man auch sehr gut das Indische oder ein thailändisches Basilikum (Tulsi) verwenden. An Stelle der Mandeln eignen sich auch Pinienkerne, Cashewkerne oder Macadamia-Nüsse.

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